Jo Napot Magyarorszag!

???????????????????????????????Oder auf deutsch: „Guten Tag, Ungarn!“. Ja, seit einigen Tagen sind wir in Ungarn unterwegs und es gefällt uns sehr gut hier. Der Grenzübertritt verlief ohne Zwischenfall – an der Grenze interessiert sich niemand für uns… Keine Kontrolle, nix! Was vor etwas mehr als 25 Jahren noch Eiserner Vorhang war ist heute eine offene Grenze. Ok, dann los ins erste Land ausserhalb des deutschen Sprachraumes… Unser ungarischer Wortschatz beläuft sich mittlerweilen auch schon auf ca. 60 Wörter – naja, nicht alle auswendig J – wobei dazu zu sagen ist, dass es eine sehr schwere Sprache ist, zu lernen – so empfinden wir es jedenfalls. Auch die Namen der Ortschaften sind gewohnheitsbedürftig und für uns nur schwer auszusprechen. Wir haben aber in den letzten 4 Tagen schon mit einigen Leuten gesprochen, viele können etwas Deutsch oder Englisch. Dabei hatten wir viele interessante Gespräche geführt, die Leute hier sind sehr nett! Die erzählen uns auch viel, wie es früher war, während und nach dem Weltkrieg – sehr interessant.

Wir erreichen Hegyshalom und bei einem ersten feinen ungarischen Essen verabschieden wir uns von Birgit und Wolfgang. Wir wandern an dem Tag noch bis Mosonmagyarovar und übernachten in einem kleinen „vendeghaz“ – einem Gasthaus.

Am nächsten Tag geht es bis nach Györ – wir kommen durch eine riesige, topfebene Fläche. Felder rechts und links, vor und hinter uns – es scheint, die Welt besteht hier nur aus Felder und dem Himmel – es ist flach und eben bis an den Horizont. Und genau hier erreichen wir unseren 1000-ten Kilometer. Ja, seit Wolfwil sind wir nun eintausend Kilometer gegangen – das muss schon gefeiert werden. Es gibt ein paar Fotos, einen Schluck aus dem Flachmann und wir beglückwünschen uns gegenseitig – soviel Feiern muss sein! Danach geht’s weiter immer alles ostwärts. Durch viele kleine Dörfer erreichen wir dann endlich Györ. 42.33 Kilometer waren es heute. Oh mein Gott, das ist ja mehr als ein Marathon. Meine Füsse schmerzen und sind so flach wie die ungarischen Felder! Und die riechen – aber das wollt ihr wohl gar nicht wissen… J Ja, und auch sonst tut alles weh – das war heute eindeutig zu viel. Wir quartieren uns in einer Herberge ein und sind total gerädert…

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Schlafen tut gut und so sind wir fit und munter und können weiter wandern. Wir kommen durch viele kleine Dörfer durch und die sind irgendwie idyllisch. Die Gehsteige abseits der Strasse, viel Grün um uns herum, die Häuser zurückversetzt, mit einer Einfahrt, irgendwie fast wie in Amerika…

Und Hunde haben die Ungaren sehr viele. Was wir schon angebellt wurden – Gott sei dank trennt uns jeweils ein hoher Zaun oder Gartenhag von den Tieren. Von kleinen und grossen (manche halbe Schafe) Hunden, von aggressiven Hunden, die richtig ihre Zähne fletschen und von lahmen, die kaum einen Ton herausbringen. Manchmal laut und furchteinflössend, dann wieder ganz sanft und leise, das sind die Hunde, die wohl selbst ihr bellen nicht mehr ganz ernst nehmen. Ja, und nur ganz wenige blieben im Hauseingang liegen wenn wir vorbei gingen – die dachten wohl: „Wisst ihr was, lasst euch von jemand anderem anbellen, ich habe Siesta…“

In Acs lernen wir Pit und Timea kennen, spontan helfen sie uns in Komaron eine Unterkunft zu finden – vielen Dank, das war sehr nett! Dort nächtigten wir und gingen am nächsten Morgen kurz über die Donau nach Komarno, in der Slowakei. Somit haben wir unser 6. Land auf unserem Walk besucht. Weiter gings bis nach Tata, eine kleine Stadt, welche an einem ebenso kleinen See liegt. Dort konnten wir es nicht lassen, kurz unsere Füsse im kalten Wasser zu vertreten. Kalt kalt kalt, dann schnell unter die warme Dusche…

Ungarn gefällt uns sehr gut! Wir sind heute in Estergom, die frühere Hauptstadt von Ungarn, dort steht die mächtige Basilika, hoch über der Donau; sehr beeindruckend. Ab Morgen geht es nun Südwärts via Budapest, weiter durch Ungarn, und dann bis Nisch in Serbien, dort geht es links Richtung Bulgarien. Ja, was wir bis jetzt von Osteuropa gesehen haben, gefällt uns sehr gut.

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2 Kommentare

  1. Hallo Ihr zwei weitwandernde Weltenbummler,
    mit großem Interesse schaue ich immer wieder, was es Neues gibt! Übertreibt es nicht mit den Tageskilometern! Und: Herzlichen Glückwünsch zum ersten 1.000er!!! …. und weiterhin alles Gute!
    Christine aus Kufstein

  2. Karl,Brigitte Prinster

    Weiterhin alles gute, wir verfolgen euch ständig!!

    Freundliche Grüße
    Karl

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