Frühling in der Vojvodina

Ab Tompa kamen wir nach rund 4 km zur ungarisch/serbischen Grenze wo wir von den serbischen Zöllnern freundlich begrüsst werden. „Wohin geht’s?“ „nach China – zu Fuss“ – sie schütteln ungläubig den Kopf, lassen uns aber passieren, und einen Stempel gibt’s auch in den Pass. So, die EU haben wir nun verlassen und werden in den nächsten Tagen in der serbischen Provinz Wojwodina unterwegs sein. Die Gegend ist immer noch flach, topfeben, tja, es ist immer noch die Pannonische Tiefebene, die wir seit südlich von Budapest schon durchqueren.

 

Subotica, die erste Stadt in Serbien – die früher Maria-Theresiopel hiess – erreichen wir am späten Nachmittag und finden eine kleine Pension, fast mitten im Stadtzentrum. Und die Stadt gefällt uns sehr gut. Es ist alles so relaxed und gemütlich. Es hat viele einladende Strassenkaffees und Ladenreihen. Hier leben auch verschiedenste Volksgruppen zusammen; Serben, Ungarn, Kroaten und viele weitere Volksgruppen. So gibt es auch diverse Sakrale Bauten; viele serbisch-ortodoxe und katholische Kirchen, eine Synagoge und auch eine Moschee. Das Rathaus fasziniert uns am Meisten, es ist im Jugendstil erbaut und hat viele spezielle Ecken, Fenster, Türmchen etc. Richtig schön, irgendwie verträumt, wie aus einem Märchen…

Subotica Rathaus

 

In den letzten Tagen ist es Frühling geworden, oft ist es so warm, dass wir in Kurzärmel gehen und schon richtig ins Schwitzen kommen. Das Gras wirkt schon kräftig grün und der Löwenzahn, die Forsythien und viele andere Frühlingsblumen sind am blühen. Auch diverse Obstbäume sind voller Blüten. Die endlos weiten Felder sind von den Bauern schon gepflügt und geebnet, bereit für die Saht. Es geht wieder viel der Schnellstrasse entlang, und wir werden hier in Serbien sehr oft gegrüsst – LKW Fahrer winken, Bauern auf den Traktoren und PW Fahrer hupen und winken freundlich. Auch in den Dörfern sind wir irgendwie überall willkommen, oft werden wir angesprochen, wer wir sind und wohin unsere Reise geht. Da ein kurzes Gespräch mit einer Deutschlehrerin, hier hält ein Professor auf dem Fahrrad kurz an und spricht uns an, und ein Schafhirt kommt über den ganzen Acker um mit uns kurz ein Schwätzchen zu halten – alles sehr nette Begegnungen. In Hedjesch werden wir in einem Restaurant zum Essen eingeladen – ungefragt kommen zwei riesen Burger auf unseren Tisch – sehen wir so hungrig aus J ? Einen gespritzten Weissen wird auch noch offeriert und zum Schluss erhalten wir noch Brötchen mit auf den Weg. Sehr nett – vielen Dank! Am nächsten Tag, in Stepanovicevo lernen wir dann Vladimir kennen, er ist Serbe, lebte aber für einige Jahre in New York. Er lädt uns spontan zum Mittagessen ein und zeigt uns danach sein Haus und das ganze Anwesen; er hat einen riesigen Garten, Hühner und Kaninchen und ist quasi Selbstversorger. Am Schluss gibt er uns noch ein Glas selbstgemachte Kirschmarmelade mit. Vielen Dank!

 

 

Novi Sad

Novi Sad

 

Nun sind wir in Novi Sad, das früherige Neusatz, und nächtigen in einem Hostel fast im Zentrum der zweitgrössten Stadt Serbiens – und auch der Hauptstadt von Wojwodina. Auch die Stadt ist sehr entspannt, es ist frühlingshaft warm und wir gönnen uns einen Tag Rast – nachdem der Vortag mit 43,3km wieder sehr heftig war und es wiederum viel der Strasse nachging. Wir machen einen Rundgang durch die schöne Altstadt und den Stadtpark. Später kommen wir auf die Festung Petrovaradin, auf der anderen Seite von der Donau und blicken über die riesige Stadt und die Donaubrücken, die alle neu gebaut wurden, nachdem sie 1999 von der Nato bombardiert wurden. Ja, so ein Tag rasten tut gut, aber irgendwie ruft der Weg schon wieder – Morgen geht’s weiter, Richtung Südosten, Belgrad entgegen…

10 Kommentare

  1. dani und alice

    Haben gestern von euch eine Karte erhalten,aus Istanbul vielen dank!Hend sorg alles liebi!

  2. Jäggi Hans und Marianne

    Hallo Simon und Christoph
    Es ist schön Eure Kommentare zu lesen, wir sind froh das es Euch gut geht. Wir freuen uns immer wieder auf neue Kommentare von Euch. Wir wünschen Dir Simon und Christoph weiterhin alles gute und vorallem gute Gesundheit und weiterhin schöne Erlebnisse.
    Liebe Grüsse aus Aarwangen, Hans und Marianne.
    Wir

  3. Hallo Zäme
    Es ist immer wieder Interesant was von euch zu lesen.
    So wie ihr da die ganze Reise beschreibt, muss es euch beiden gut gehen. Das gönn ich euch seehr, denn so einen Mut aufzubringen für so eine Anspruchsvolle Reise und erst noch zu Fuss, kann man nur sagen Hut ab. Also ihr beiden noch weiter alles gute. Kusi und Antonett

  4. Lieber Christoph! Lieber Simon!

    Mit Freude verfolge ich seit Beginn euer Projekt und mag euch auf diesem Wege weiterhin alles Gute wünschen. Schön, dass es euch immer noch so gut geht.
    Danke, dass ich durch eure Berichte ein wenig an eurem Abenteuer teilhaben darf. Es macht Spaß sie zu lesen. Ich habe das Gefühl so kommt auch ein wenig mehr Abenteuer in mein Leben. Weiterhin viel Spaß und viele schöne Momente. Christine aus Kramsach

  5. Hoi zäme!¨
    Liebe Grüsse von der Baustelle in Aarburg.
    Macht weiter so und viel Glück.
    Liebe Grüsse

    Peter Frey und Team

  6. Hallo ihr zwei mögt ihr eiuch noch an uns erinnern?alice und dani mit mutter aus Triengen!Habe gerade heute beim laufen an euch gedacht als es uns fast weggewindet hat!Wir laufen nach Sursee(9km)andere nach China!Alles gute

  7. hoi zämä
    das fingi jo ganz geil öii reis!
    dir heit absolut rächt!
    bi mir zieht s’fernweh ou sehr! wirde sicher ou „gli“ (i dä nöchste 3 johr) nomou ä lengäri reis mache.
    gniessits dir zwe spinner.

  8. Hallo Mascherl, kannst dich noch an mich erinnern?
    Elli aus Hallein, ich verfolge euere Reise ganz genau!
    Alles Gute für dich und Simon!
    Grüße aus Hallein

  9. Hallo Christoph und Simon!
    Es ist schön, Euch so gut betreut und versorgt zu wissen. Möget Ihr auf Eurem gesamten Weg immer wieder freundliche und hilfsbereite Menschen finden. Alles Liebe. Elfi

    • Hallo Christoph und Simon,

      Schön dass es Euch gut geht und Ihr immer wieder nette Leute findet. Alles gute weiterhin und liebe Grüsse aus Wolfwil

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