Nepal: Kathmandu und das World Vision Projekt in Lamjung

 

Flug über den Himalaya 2

 

Schon unsere Reise nach Nepal ist ein Highlight. Wir fliegen ja von Lhasa in Tibet nach Kathmandu in Nepal und überqueren während des Fluges den Himalaya. Wir schafften es beide jeweils einen Fensterplatz auf der rechten Seite zu ergattern und können so das mächtigste Gebirge unserer Erde bestaunen – und da ist auch schon der König der Berge: der Mount Everest!!! 8848 müM, majestätisch und sehr beeindruckend.

In Kathmandu angekommen ist dann alles sehr leicht: Das Visum können wir direkt am Flughafen lösen, der Bus bringt uns dann mitten in die Stadt, und, für uns sehr angenehm und praktisch: hier sprechen wieder die meisten Leute auch englisch – ach ist das schön… J

Im Bezirk Thamel quartieren wir uns ein und sind mitten im Rummel der Altstadt. Wir sehen natürlich auch die Auswirkungen des schlimmen Erdbebens vom April. Speziell beim Durbar Platz wurden viele Tempel zerstört und auch sonst in der Stadt sehen wir ein paar Gebäude, die eingestürzt sind oder Risse haben. Das Ereignis setzte natürlich auch der Tourismusindustrie zu. Viele Menschen leben von den Touristen und arbeiten in diesem Zweig. Und momentan ist Hochsaison, aber es sind sehr wenige Touristen hier. Ein weiterer Faktor ist sein 3 Monaten dazu gekommen: Es herrscht eine gravierende Versorgungskrise von Öl und Gas, ausgelöst durch einen Konflikt mit Indien, wegen der neuen nepalesischen Verfassung. Damit hat man die südlichen, indisch stämmigen Nepalesen und auch Indien verärgert und die haben dann kurzerhand die Einfuhr der so bitter benötigten Treibstoffe auf ein Minimum reduziert. Fast Kilometer lange Schlangen vor Tankstellen sind die Auswirkungen und den Nepalesen fehlt auch das Gas zum Kochen und Heizen. Echt schlimm – und dass dadurch auch viele Touristen fernbleiben macht die Sache für die Menschen hier noch viel schlimmer. Hei, aber Nepal ist ein so wunderschönes Reiseland, es ist sicher, es gibt grundsätzlich alles, der öffentliche Verkehr funktioniert trotzdem, Busse fahren in den Himalaya, wo eine herrliche Bergwelt nur darauf wartet, erkundet zu werden. Die Menschen sind freundlich, herzlich und offen und das Essen einfach köstlich – also ab nach Nepal!

 

Bei World Vision in Nepal 1

Ja, auch wir wollen wandern oder eben „trecken“ gehen. Wir haben vor, das Annapurna Gebirge zu umrunden. Startort für diesen Treck ist die Stadt Besi Sahar, das trifft sich auch wunderbar, denn dort können wir vor unserem Treck noch das World Vision Projekt Lamjung besuchen. Wir ergänzen in Kathmandu noch unsere Wanderausrüstung: Mützen, Bettsocken und Handschuhe; tja, da oben im Himalaya kann es dann sehr kalt werden. Der Bus bringt uns nach Besi Sahar, und weil ja das Benzin knapp ist, dürfen Passagiere auch auf dem Dach des Busses mitfahren. Da machen wir natürlich mit J! Wir klettern wagemutig nach oben und geniessen dann eine mehrstündige, sonnige und windige Fahrt mit einer gewaltigen Aussicht.

 

Kathmandu, man faehrt auf dem Busdach

In Besi Sahar werden wir dann von Joel und Pranila von World Vision herzlich empfangen und dürfen in den nächsten zwei Tagen die verschiedenen Projekte und Aktivitäten von World Vision besuchen. Der erste Besuch manchen wir in einem Geburtenhaus. Hier werden Frauen aus der sehr ländlichen Umgebung unterstützt. Sie können vor der Geburt zu Untersuchungen kommen, dann natürlich zur Geburt und auch danach geniessen sie Untersuchungen von ihnen und dem Baby. Dieser Service wird nun immer wie mehr genutzt, vorher kamen die Kinder meist zu Hause auf die Welt. Danach besuchen wir ein Bergdorf, wo viele Familien Support von World Vision erhalten, und zwar in Form von Schulungen in Getreide- und Gemüseanbau und in der Viehzucht. Je nach Familie und Bedarf kriegen sie auch einige Hühner oder Ziegen. Auch Bienenstöcke werden verteilt, zur Honiggewinnung, den sie dann verkaufen können. Und der Honig schmeckt lecker. Das alles dient der nachhaltigen Entwicklung einer ganzen Region. Am nächsten Tag besuchen wir eine Lehrwerkstätte, wo Mechaniker und Elektriker ausgebildet werden. Und so in der Elektrowerkstätte und zwischen den Drehbänken fühle ich mich gerade 20 Jahre zurückversetzt, in meine Lehrzeit. Auch Schreiner und Maurerberufe können hier erlernt werden und die Erfahrung zeigt, dass all die Jugendlichen, die hier gelernt haben, mit dieser Ausbildung gute Jobs gekriegt haben und somit auch gute Zukunftsaussichten haben.

 

In der Lehrwerkstätte 1

Ein Highlight war dann auch der Besuch einer Schule, welche von World Vision Schulmaterial erhielt und man sie hier auch in der Infrastruktur unterstützt hat. Wir kommen dann gerade richtig zur Schlussfeier, welche zum Tihar Fest gefeiert wurde. Das Tihar ist ein grosses religiöses Fest in Nepal, das in den nächsten 5 Tagen stattfindet. Die ca. 500 Schüler zeigen auf einer Bühne viele traditionelle Tänze, es wird gesungen und auch einige Spiele werden gemacht. Sehr schön und eindrücklich.

 

Tihar Fest in der Schule 10

Mit vielen positiven Eindrücken und vielen Bildern im Kopf von glücklichen Kids und Erwachsenen, die hier von World Vision unterstützt werden, fahren wir zurück nach Besi Sahar – morgen beginnt unser Track um das Annapurna Gebirge. Wir überlegen, ob wir uns hier in Nepal nach dem Track auch für einige Zeit engagieren können. Mal schauen; jetzt geht’s zuerst hoch auf über 5000müM. „Aufi, der Berg ruft…!“

 

Kathmandu 1

Nepal: Leben, wo die Berge den Himmel berühren


Von: Andreas Künk

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3 Kommentare

  1. Regina Büttiker

    Hoi Simon und Christoph
    Ich wünsche euch e schöni Ziit und aues Gueti im neue Johr gniesset Nepal.so noch am Dach vor Wält..
    Ich hoffe es het Freud gmacht ihr Schuel zunterrichte.
    Glg J Regi

  2. Hoi Simon
    Mit viel Interesse vorfolge ich deine interessanten Reiseberichte. Als ich im Herbst an der Expo in Mailand stundenlang anstehen musste, habe ich deine Berichte gelesen und die Zeit ging “schwubs” vorbei.
    Weiterhin alles Gute und viele interessante Begegnungen.
    Übrigens, schon bald ist wieder Turnershow mit dem Motto ” igend einisch fengts Glück eim!” In diesem Sinn alles Guete
    Helene Kölliker

    Helene Kölliker

  3. He Ihr Beiden. Ich freue mich, dass Ihr in World Vision Projekten gewesen seid. Es ist immer wieder schön zu sehen bzw. zu lesen, was von Seiten von World Vision passiert und wie den Menschen geholfen werden kann.
    L.G. aus Wien von Elfi

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