Auf dem Pamir Highway Richtung chinesische Grenze

Die Berge kommen naeher 1

 

Von Osh führt unser Weg nun alles Richtung chinesische Grenze – ja, das Ende unseres Walkes kommt näher und näher. In den ersten 3 Tagen ab Osh wandern wir ein breites Tal hoch, durch einige kleine Dörfer wo auch immer viele Kinder uns zuwinken und freundlich grüssen – einige sprechen auch ein bisschen englisch. Ein erster Pass gilt es zu erklimmen, den Chyiyrchyk Pass, welcher auf 2389 müM liegt. Hier oben stehen einsam noch einige Jurten und alte Eisenbahnwagen, wo im Sommer die Hirten darin wohnten. Nun im Herbst haben viele ihr Vieh schon ins Tal getrieben, und verbringen dort den Winter. Ja, schon jetzt ist es recht frisch, und im Winter ist es hier bitterst kalt – es kann bis minus 40° werden! So kommt uns auf halbem Weg beim Abstieg vom Pass das Zhlyuusun Heilbad gerade recht. Christoph hatte davon gehört, und nun waren wir froh, dass wir es gefunden hatten. Da steht ein kleines Haus etwas abseits der Strasse, und dahinter, in einem Waldstück sprudelt aus einer Quelle nicht gerade sehr heisses, aber recht warmes Wasser. Darunter hat man ein Heilbad mit Sauna und kleinem Innenschwimmbad gebaut. Ja, diese Erquickung gönnen wir uns. Herrlich, nach einem langen Wandertag sich im warmen Wasser zu erholen.

 

Zhyluusun Heilbad

Wir sind nun auch auf dem sogenannten Pamir Highway unterwegs. Eine Fernstrasse, die über 1200km durch Kirgistan und Tadschikistan führt, quer durch das mächtige Pamir Gebirge. Viele Berge sind über 6000 und Einige sogar über 7000 Meter hoch. Hier treffen immer wieder Fahrradreisende; unter anderem aus Australien, Holland, Deutschland und der Schweiz. Sie alle sind hier auch auf dem Highway unterwegs und schwärmen von der Schönheit der Bergwelt. Ja, die Landschaft ist jetzt schon gewaltig schön und wir freuen uns auf die kommenden Tage. Täglich gewinnen wir an Höhenmeter und die Gegend verändert sich. Es wird einsamer, es hat immer weniger Dörfer und links und rechts türmen sich mächtige Bergmassive auf. Ab Gulcha, einem kleinen Ort, wandern wir dem Gulcha Fluss aufwärts, und nun geht’s richtig in die Höhe. Der Aufstieg zum 3616 müM gelegenen Talbyk Pass ist dann für mich ein Meisterstück. Es geht endlose Serpentinen hoch, und oben angekommen bin ich sowas von erschöpft, ich kann fast keinen Schritt mehr gehen. Christoph hatte weniger Mühe, doch abends im Gasthaus ging‘s für uns beide gleich nach dem Essen in die Federn. Oh, und wir schliefen gut und lange – um die 10 Stunden; tat das gut. J Wir quartierten uns in Sary Tash ein, eine der letzten Gemeinden vor der Chinesischen Grenze, auf rund 3100 müM und wir merken die Höhe schon. Auch die Luft ist so klar, die Sicht gewaltig und wir geniessen den Blick südwärts ins mächtige Pamirgebirge wo ein schneebedeckter Gipfel neben dem Anderen steht. Nachts ist wieder ein Sternenmeer über uns und wir staunen immer wieder aufs Neue, wie viele Himmelskörper man sieht, ohne fremdes Licht.

 

Entlang des Gulcha Rivers 3
Tja, die Kilometer nach China sind nun täglich weniger geworden, und die letzten zwei Tage sind wir nun ostwärts, Richtung Irkestham Pass unterwegs gewesen. Ja, und Morgen geht es über die Grenze; Morgen sind wir in China! Oh, mein Gott, das Ziel ist schon so nahe, noch ein paar Kilometer und wir sind in dem Land, auf welches wir nun über acht Monate darauf zu gewandert sind. Das ist Momentan ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist; so noch nicht richtig realisierbar, dass wir danach unseren Walk of our Life abgeschlossen haben werden, und zu „normalen“ Reisenden Richtung Vietnam werden. Wie wird das alles? Wie wird die Ankunft? Was kommt danach? Werden wir das zu Fuss gehen vermissen? Wir sind gespannt, wir freuen uns, irgendwie mit einem lachenden und einem weinenden Auge; „einfach nicht mehr gehen zu müssen….. geht das überhaupt J ?“

Wir berichten es euch! Bleibt uns treu und unterstützt bitte unsere Projekte in Vietnam – wir sagen jetzt schon allen ein riesiges Dankeschön!

Bis bald aus der Stadt Kashgar in der Volksrepublik China!

 

Auf dem Pamir Highway 1

Pamir: Vergessenes Volk auf dem Dach der Welt (Gebundene Ausgabe)

Vergessenes Volk auf dem Dach der Welt
Gebundenes Buch
Auf einer Höhe von über 4000 Metern über dem Meer, umgeben von den höchsten Gipfeln unserer Erde, abgeschlossen im afghanischen Wakhan-Korridor zwischen Pakistan, China und Tadschikistan lebt ein von der Zivilisation vergessenes Volk. Kirgisischen Ursprungs, lebt es im Pamirgebirge in Kälte, Armut und absoluter Isolation. Bei einer Reise entlang der Seidenstraße entdeckten Matthieu und Mareile Paley diese Menschen. Begeistert von ihrer naturverbundenen Einfachheit unternahmen die beiden über zehn Jahre lang immer wieder Reisen zu ihnen. Vor der gewaltigen Berglandschaft entstanden Fotografien von unbeschreiblicher Würde und Schönheit, von Menschen, die ihrer Heimat treu verbunden sind, trotz der extrem harten Bedingungen, unter denen sie existieren müssen.

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Ein Kommentar

  1. Voll cool bald geschaft!glg alice dani

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